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Antikapitalist International Marokko

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Feudalkapitalistische Ausbeutung
Marokko braucht Hilfe!

In rechten Verschwörungserzählungen ist immer wieder zu lesen, dass angeblich „böse Migranten" aus Marokko von den USA und Israel bezahlt würden, um Spanien und die EU zu destabilisieren. Solche Theorien lenken von den tatsächlichen Ursachen der Fluchtbewegungen ab.
Denn die Menschen in Marokko leiden unter massiver Unterdrückung und Ausbeutung durch ein feudalkapitalistisches System. Die Löhne sind extrem niedrig, und vor allem junge Menschen haben häufig gar kein Einkommen. Kritik an den Zuständen wird als „Majestätsbeleidigung" geahndet und mit langen Haftstrafen bestraft. Der marokkanische König ist schwer erkrankt, die Regierung gilt als korrupt und handelt nicht im Interesse der Bevölkerung. Vetternwirtschaft ist allgegenwärtig: Regierungsmitglieder verschaffen sich und ihren Clans überteuerte Staatsaufträge und importieren Luxusgüter für den eigenen Bedarf.
Verschärft wird die Lage durch die Klimakrise. In Marokko herrschen Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius, extreme Dürren und Wassermangel sind an der Tagesordnung – weitaus dramatischer als in Europa.
Dabei wären viele dieser Missstände durch eine menschenorientierte Politik linder- und mittelfristig verbesserbar. So könnten etwa Klimaanlagen mit der reichlich vorhandenen Sonnenenergie betrieben werden, um die Lebensbedingungen von Menschen, Tieren und Pflanzen spürbar zu verbessern. Entsalzungsanlagen könnten mehr Wasser bereitstellen. Es fehlt jedoch am politischen Willen: Statt das Volk handeln zu lassen, wird weiterhin an feudalkapitalistischen Privatprofiten und Privilegien festgehalten.
Die Menschen in Marokko brauchen und wollen Unterstützung – für Demokratie, Gerechtigkeit und den Kampf gegen das korrupte System. Verschwörungstheorien nützen letztlich nur jenen Kräften, die auch in Spanien und Europa an kapitalistischen Strukturen festhalten.
Redaktion Marokko, 17. August 2026


Politikerpanik wegen „Flüchtlingen":
Marokkos Jugend formiert sich!
Seit Tagen sind Politiker in ganz Europa im Panikmodus, weil angeblich Zehntausende „Flüchtlinge" die spanische Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste überlaufen haben. Dabei war von Anfang an klar, dass es sich nicht um Menschen auf der Flucht handelte, sondern um Jugendliche, die aufgrund eines Gerüchts nach Ceuta wollten. Niemand trug eine Reisetasche, alle waren nur mit leichter, sauberer Freizeitkleidung unterwegs.
Als sich das Gerücht als falsch herausstellte, kehrten die Jugendlichen zu ihren Familien zurück.
Dennoch rief der Vorfall die politische Bürokratie in ganz Europa auf den Plan – nicht zuletzt, weil sie angesichts des Niedergangs ihres kapitalistischen Systems um ihre Pfründe fürchtet. So wollte Italiens rechtsgerichtete Regierungschefin Giorgia Meloni das Schengen-Abkommen zur Reisefreiheit mit Spanien aussetzen; Schweden und Dänemark schlossen sich an. Von anderer Seite wurden Verschwörungstheorien laut, die eine Aktion israelischer oder US-amerikanischer Geheimdienste vermuteten. Linke Politiker forderten schließlich, einen Teil der vermeintlichen „Flüchtlinge" in Deutschland aufzunehmen.
Tatsache ist jedoch, dass die Jugend Marokkos die prekären Verhältnisse im Land immer kritischer betrachtet und sich zunehmend vernetzt. Der marokkanische König Mohammed VI. gehört mit einem geschätzten Vermögen von bis zu 5,7 Milliarden Euro zu den reichsten Personen Afrikas – und hat zudem Zugriff auf die öffentlichen Kassen. Den Menschen in Marokko, insbesondere der Jugend, geht es jedoch immer schlechter. Über zehn Prozent der Bevölkerung haben kein Einkommen, wovon vor allem junge Menschen betroffen sind. Statt etwas für die Bevölkerung zu tun, werden in Marokko prunkvolle Moscheen gebaut, um den Machtanspruch der feudalistischen und kapitalistischen Elite zu untermauern.
König Mohammed VI. trägt in Marokko den Spitznamen „der Abwesende", da er sich angeblich fast ganzjährig in seinen Palästen nahe Paris und an anderen Orten im Ausland aufhält.
Die Jugend vernetzt sich unterdessen immer stärker – und thematisiert dabei auch die neuen Verhältnisse und politischen Entwicklungen südlich von Marokko in den Sahel-Staaten. Dort werde viel für die Menschen getan: Energieversorgung, Gesundheitssystem, Güterversorgung und Einkommen hätten sich deutlich verbessert. Die Kumpanei des Marokkanischen Regimes mit Völkermördern und Kriegsverbrechern wird auch negativ gesehen, einige beteiligten sich an einer Demonstration mit Palästina Fahnen.
Die Aktion von Ceuta mag zum Teil fehlgeleitet gewesen sein – doch die marokkanische Jugend wird sich ihrer Stärke bewusst und wird in nicht allzu ferner Zukunft die Bühne der Geschichte kraftvoll betreten.
Redaktion Marokko, 2. August 2026